Montag, 23. März 2015

Rezension Nr. 1

                 Der Märchenerzähler von Antonia Michaelis

                                                Der Märchenerzähler
                              
                                            Inhalt  -

Anna, ein Mädchen aus einer wohlbehüteten Familie lernt in der Schule den Jungen Abel kennen. Abel ist ein Schulschwänzer und Drogendealer, ein absoluter Alleingänger. Doch Anna erkennt auch eine andere Seite an ihm und verliebt sich. Es stellt sich raus, dass Abel allein für seine kleine Schwester Micha sorgt da die Mutter verschwunden ist. Er ist ein sehr fürsorglicher Bruder, der sich aufopfernd um  Micha kümmert. Leidenschaftlich erzählt Abel der kleinen Schwester Märchen, die auch Anna sehr in ihren Bann ziehen. Doch irgendwann vermischen sich die Märchen mit der Realität und als ein Mord aufgedeckt wird, weiß Anna nicht mehr was sie denken soll.

                                               - Meine Meinung -

Diese Geschichte ist so ergreifend und besonders, dass ich, nachdem ich sie fertig gelesen habe, nicht weiß was ich denken und fühlen soll. Ich befinde mich in einem seltsamen Zustand aus Trauer, Freude, Wut und Hoffnung. Ich bin mir ganz sicher, dass mich Abels Märchen noch lange beschäftigen und begleiten werden.
Antonia Michaelis entführt die Leser in eine düstere Welt mit ganz viel Gefühlschaos. Der Schreibstil ist ganz besonders und sehr direkt. Jedes Wort hab ich der Schriftstellerin abgekauft. Die Charaktere fand ich absolut authentisch und wollte während dem Lesen, sowohl Anna als auch Abel in den Arm nehmen und einfach nur drücken ohne genau zu wissen ob ich Trost spenden wollte oder selbst getröstet werden wollte. Stellenweise war ich total aufgewühlt, hab das Buch auf die Seite gelegt und geweint.
Für diese Geschichte sollte man sich Zeit nehmen. Es ist kein Buch für schnell zwischendurch, da es sehr tiefgründig ist. Man sollte jedes Wort genau lesen, vor allem die Passagen in denen das Märchen erzählt wird.


                                                        - Fazit -

Dies war mein erstes Buch von der Autorin und ich war restlos begeistert über diesen wahnsinnig lebendigen Schreibstil, der obwohl sehr in die Tiefe gehend, trotzdem sehr gut verständlich ist. Auch das Cover gefällt mir sehr und ist total passend zur Geschichte.


                                         5+/5 Punkten von mir

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